DC Logo & Kata

道生一。
一生二。
二生三。
三生萬物。
Dao lebt Eins
Eins lebt Zwei
Zwei lebt Drei
Drei lebt Zehntausend Dinge
Der Weg schuf Einheit,
Einheit schuf Zweiheit
Zweiheit schuf Dreiheit
Dreiheit schuf die zehntausend Wesen.

― Lao Tzu

Gestalt des Dao Concepts Logos

Das Dao Concepts Logo basiert auf wesentlichen prinzipiellen und konzeptuellen Ideen der chinesischen Philosophie. Das Piktogramm 道 repräsentiert das asiatische Weg-Prinzip (chin. Dao, jap./kor. Do), das auch in den fernöstlichen Kampfkünsten zu finden ist. Das Dao (dt. Weg, Prinzip oder Methode) wurde im alten China sowohl als spirituelles Leitbild des Göttlichen als auch als des unendlich subtilen Reichs bzw. der göttlichen Präsenz verstanden, die allen Dingen zu Grunde liegt. Gemäß altchinesischer Lehren ist jedes Teilchen von wirksam werdender Schwingung und Licht geprägt. In diesem Sinne entsteht alles Leben aus der ewigen Existenz und löst sich eines Tages wieder in dessen Unendlichkeit auf. Alles Existente, d.h. die gesamte Schöpfung, ist demnach Ausdruck und Manifestation des Urgrunds. Dieser ist Ausgangs- und Zielpunkt der kreisförmigen Einheit, der Unendlichkeit, dem Gipfel des Nichts bzw. dem Nicht-Höchsten (chin. 無極 Wújí). Demnach ist das Dao inhärent jedweder Form von Geist bzw. Bewusstsein. Letzteres ist das Mittel, dessen sich das Dao zur eigenen Manifestation bedient und existiert als unendlicher Ozean an Schwingungen innerhalb des unendlichen Raums, welcher sich von der höchsten bis zur niedrigsten Existenzebene erstreckt. Die Pfeile des Logos stehen für die komplementären Polaritäten Yin und Yang, deren Dynamik letztenendlich zur Evolution der zehntausend Dinge führt, die sich entlang des unbegrenzt schöpferischen Potenzials auch in der Geometrie der ‚Blume des Lebens‘ wieder finden.

 

Gestaltischer Bezug des Dao auf die Form und im Sinne der Kata

Das alte chinesische Schriftzeichen 道 für das Dao zeigt einen Weisen mit offenem Haar, der einen „Pfad“, einen „Weg“, eine „Methode“ oder ein „Prinzip“ begeht. Dabei ist sein Pfad mit drei Schritten verbunden, die eine Art magischen Tanz darstellen. Nach Süden gewandt beginnt sein linker Fuß das Ritual entgegen der aufgehenden Sonne. Insofern deutet das Schriftzeichen auf eine Handlung hin, die von jemandem mit priviligiertem Wissensstand sowie gerichteter Absicht vollzogen wird.

Das Beschreiten des Weges hilft dem Mensch sich zwischen dem makrokosmischen Himmel- und mikrokosmischen Erde-Prinzips zu erkennen und zu verstehen. Dies hat keinerlei religiösen Moment, sondern ist lediglich ein pragmatisches Modell bzw. Mittel, um die Harmonie zwischen physischer, energetischer und spiritueller Existenzebene aufrecht zu erhalten sowie Leben und Gesundheit zu fördern.

Im alten China glaubte man, dass das Individuum vor seiner Zeugung integraler Bestandteil des Dao sei, d.h. formlos, undifferenziert und nicht an Regeln von Geburt, Wachstum, Verfall und Tod gebunden. Bei Zeugung verliere es an Bewusstheit über diesen Zusammenhang. Das „Weg“-Prinzip bezieht sich daher auf die Rückreise diesem zum ganzheitlichen Bewusstsein und die nachgeburtliche Einbindung in die kosmische Schöpfungsordnung.

Asiatischer Schattenkampf (jap. 形/Kata) ist also ein genau durchdachtes Ritual entlang der umrissenen philosophischen Grundlagen.

„Das Dao hat weder Wurzel noch Stamm, weder Blatt noch Blume, aber alle zehntausend Dinge sind aus ihm geboren und erwachsen aus ihm. Es ruht im mitfühlenden Herzen und liegt im ruhigen Geist und harmonischen Qi.“

― Guan Zi